Hypergamie: Am Beispiel von Büchners „Woyzeck“

Nach meinem Hauptartikel „Die Hypergamie der Frau„, gilt es nun die gewonnenen Erkenntnisse auf ein Beispiel zu übertragen. Auch wenn ich es für nahezu unmöglich gehalten hatte, liefert mir doch tatsächlich der Deutschunterricht in der Oberstufe, die perfekte Steilvorlage hierfür.

Genauer gesagt liefert sie mir das, 1837 von Georg Büchner verfasste, Bühnenstück Woyzeck.

Inhaltlicher Überblick

Damit alle Leser, welche das Werk nicht kennen, einen groben Überblick über die Handlung sowie die – für dieses Beispiel – relevanten Charaktere haben, fasse ich diese nun kurz Zusammen.

Das Bühnenstück handelt im Wesentlichen vom einfachen Soldaten Franz Woyzeck, welcher mit einer Marie liiert ist und mit ihr ein gemeinsames Kind hat, für deren Versorgung er alleine verantwortlich ist.

Franz Woyzeck

Ein einfacher Soldat, welcher als eher schwächlicher Statur, geringerer Attraktivität sowie geringerer Dominanz beschrieben wird.

Er lebt in sehr ärmlichen Verhätnissen und ist gar bereit, zur Aufbesserung seines mageren Soldes, sich den medizinischen Experimenten eines örtlichen Arztes zu unterwerfen.

Marie

Die Lebensgefährtin Woyzecks, welche als eher attraktive und äußerlich begehrenswerte Frau beschrieben wird. Sie scheint von geringerer Intelligenz zu sein und weißt stark narzisstische Züge auf.

Durchgehend wird deutlich, dass jene sich nach einem – insbesondere in finanzieller/materieller Hinsicht – besseren Leben erhofft und sich von ihrem Lebensgefährten (Franz) körperlich nicht (mehr) angezogen fühlt.

Der „Tambourmajor“

Der „Nebenbuhler“ Woyzecks um die Gunst von Marie. Er wird als sehr maskuline, dominante Persönlichkeit von hoher/höherer Attraktivität beschrieben. Des weiteren ist er, in seiner Stellung als Tambourmajor (Anführer eines Regimentes) einer höheren sozialen (sowohl aus finanzieller als auch aus reputativer Sicht) Schicht zuzuordnen.

Im Verlauf des Werkes betrügt Marie ihren Gatten Franz mit dem Tambourmajor.


Zur besseren Visualisierung nochmals eine Fotostrecke mit den drei Charakteren. Beide Bilder entstammen der Verfilmung aus dem Jahr 1979 mit Klaus Kinski in der Hauptrolle des Woyzecks.

Maries Hypergamie

Ob nun vom Autor Büchner beabsichtigt oder nicht kann nur spekuliert werden. Klar ist, dass uns das Bühnenstück ein perfektes Beispiel für die weibliche Hypergamie liefert.

Auf der einen Seite Woyzeck, als den Prototypen des Betas oder viel besser gesagt, der Prototyp des Betasklaven. Er kümmert sich aufopferungsvoll um seine Lebensgefährtin sowie sein Kind und ist zudem bereit sich gesundheitsgefährdenden, medizinischen Versuchen auszusetzen. Durch seine mangelnde Attraktivität wäre er – neben der Verpflichtung für seinen Sohn – auch überhaupt nicht in der Lage, sich an eine andere Partnerin zu binden. Somit kann sich seine Liierte Marie seiner Dienste sicher sein und entspricht somit perfekt ihrer langfristigen Paarungsstrategie.

Auf der anderen Seite haben wir den Tambourmajor. Aufgrund seiner höheren Stellung und enormen Attraktivität wohl das Beispiel für den Prototypen eines Alphas. Durch sein damit verbundenes Ausstrahlen von genetischer Überlegenheit, fügt er sich ideal in die kurzfristige Paarungsstrategie der Frau. Als langfristiger Partner, eignet er sich hingegen eher weniger, da er nahezu jederzeit in der Lage wäre, eine andere Frau als Partnerin zu nehmen.

Schlusswort

Auch wenn es für viele hart zu akzeptieren – so war es für mich zu Beginn auch – sein mag, muss man(n) schlussendlich doch zu der Einsicht gelangen, dass, wir Männer (insbesondere die Betas, zu welchen ich mich zähle),für die Frauen schlussendlich nichts anderes sind, als „nützliche Werkzeuge“ zur Befriedigung/Erfüllung ihrer Imperative.

Diese Erkenntnis hat mich letztendlich auch dazu bewegt, mich von Frauen und Mädchen im allgemeinen zu distanzieren. Das Leben als Betasklave ist nicht jenes, welches ich führen möchte und jeder von Euch sollte sich Fragen: Möchte ich wirklich ein solches Leben führen, nur weil Staat, Gesellschaft, Medien sowie Religionen das Familienleben als das einzig, gültige Ideal ausgerufen haben? Oder doch mein Leben in Freiheit verbringen und genießen?

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