MGTOW: Entstehung und Vorbilder

Bevor es tiefer in die MGTOW-Materie geht, möchte ich allen daran interessierten Lesern einen kleinen Überblick über die Entstehungsgeschichte des modernen MGTOWs anbieten. Der besondere Fokus gilt dabei den historischen Vorbildern sowie den Grundsteinlegern im englisch- sowie deutschsprachigen Raum.

Historische Vorbilder

Als das größte Vorbild der MGTOW-Community gilt im Allgemeinen, niemand Geringeres als, das Jahrhuntertgenie Nikola Tesla (1856-1943). Ein Mann, welcher sich voll auf seine wissenschaftliche Tätigkeit konzentrierte und zugunsten seiner Arbeit voll auf Frauen in seinem Leben verzichtete, somit auf seine ganz persönliche Art und Weise, seinen eigenen Weg ging.

Seine Entscheidung hat sich für die menschliche Zivilisation mehr als bezahlt gemacht. Er schenkte uns – unter Anderem – das Radio, die Röntgenstrahlen sowie, seine bekannteste Entwicklung, den Wechselstrom. Wo stünde die Menschheit nur schon, wenn sich mehr Männer, dem von staatlichen und religiösen Institutionen propagierten Familienleben als einzigen Glück und Erfüllung bringendem Lebensstil, verweigert hätten?

Nikola Tesla in seiner Werkstatt

Ein weiteres Genie, welches auf eine Frau in seinem Leben verzichtete, ist der nicht minder bekannte, italienische Universalgelehrte Leonardo da Vinci (1452-1519). Von einem der beiden Gebrüder Wright, welche bekanntermaßen nicht weniger vollbracht haben, als die erste, einsatzfähige Flugmaschine der Welt zu konstruieren, ist zudem folgender Satz überliefert:

„I don’t have time for a wife and an airplane“

Wilbur Wright (1867 – 1912)

Wilbur Wright

Entstehung des Modernen MGTOW

Der genaue Ursprung des Ausspruches „Man Going Their Own Way“ lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei feststellen. Belegbar ist er jedoch mindestens seit dem Jahr 1853, in welchem der exakte Wortlaut in einer amerikanischen Zeitung Verwendung fand.

Das moderne MGTOW, wie wir es heute kennen und es auf dieser Seite thematisiert wird, entwickelte sich ab dem Jahr 2005 herum auf diversen Reddit-Unterforen. Die erste Person, welche das Konglomerat an Beiträgen in eine konkrete Form gießt, ist seit dem Jahr 2010 der YouTuber Barbarossa.

Im deutschsprachigen Raum nahmen sich, im größeren Rahmen, erstmals im Herbst 2016 die YouTuber Niccolo und Tommy der Thematik näher an und können als Hauptbegründer der MGTOW-Szene in Deutschland angesehen werden. Daraufhin folgte – unter Anderem – der YouTuber Theodocus Semmelbein, welcher ebenfalls als zentraler Mitbegründer des deutschsprachigen MGTOW angesehen werden darf.  Für alle genannten Kanäle gilt eine absolute Empfehlung meinerseits, möchte man sich auch in Form von Videos, mit der MGTOW-Philosophie auseinander setzen.

Weiteren deutsch- und englischsprachigen MGTOW-Content im Internet, findet ihr unter dem Reiter „MGTOW im Web“ .

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3 Gedanken zu „MGTOW: Entstehung und Vorbilder

  1. Hi Thales,

    in einem Artikel mit Tesla und Barbarossa erwähnt zu werden ist schon ein gewaltiges Lob. Danke hierfür 🙂

    Kleine Anmerkung: Tommy hat bereits Content produziert, bevor ich anfing.

    VG
    Niccolò

    1. Grüße dich Niccolò 😉

      Danke dir für deinen Kommentar! Tommy war tatsächlich bereits einige Wochen vor dir aktiv, was ich im Text nochmals modifiziert habe. Danke dir für den Hinweis ;).

      LG Thales

  2. Hallo Thales,
    aufrichtige Anerkennung für Deine aufklärenden Artikel zum mgtow-Thema.
    Bitte weiter so !

    Ich würde die Liste historischer mgtows noch ergänzen:

    1. Jesus von Nazareth
    Wir lassen alles Übernatürliche, also Gott, Christus, die Auferstehung und alle Wunder einfach mal bei Seite. Das hat den Vorteil, die menschliche Vernunft nicht gleich zu überfordern.
    Übrig bleibt ein als Laienprediger gestarteter Sozialrevolutionär. Mit seinem vorgelebten Konzept eines friedlichen und liebevollen menschlichen Zusammenlebens hat er eine Sozialethik geschaffen,
    die von der Antike bis heute alles überstrahlt. Seine Lehre verbreitete sich ohne Gewalt, Staat, Macht und Geld. Nur durch Gleichnisse, Predigten und symbolische Handlungen. Menschen, die ihn sehen und hören, sind individuell ergriffen. Sie erkennen freiwillig, bei vollständig eingeschaltem Verstand und Vernunft,
    und im Zustand eines emotional gesunden, psychischen Wohlbefindens:
    Es handelt sich um plausible, höchste Weisheiten über die Natur der menschlichen Existenz mit einer wahrscheinlich dahinter verborgenen göttlichen Wahrheit.

    Das Verhältnis von Jesus zu Frauen ist gekennzeichnet von einer für die Antike ungewöhnlich
    liebevollen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit bei gleichzeitiger Asexualität,
    z.B. in der hocherotischen Szene mit der Sünderin (Lk 7, 36-50) .
    Einen guten Vortrag dazu gibt es bei Worthaus von Prof. Siegfried Zimmer:

    https://www.youtube.com/watch?v=7rEs0U1p7cU

    Seiner Lehre von einem nahen Reich Gottes kann auf argumentativer und ideologischer Ebene
    nichts entgegengesetzt werden.
    „Es ist besser, wenn einer stirbt, als wenn das ganze Volk verdorben wird“.
    Aus opportunistischem Machterhalt entschliessen sich die jüdische Tempel- Aristokratie und die römische militärische Besatzungsmacht zu einem Justizmord. Selbst der Richter Pontius Pilatus ist von seinem eigenen Todesurteil an einem Unschuldigen angewidert. Er wäscht seine beschmutzen Hände, nachdem er sich sein Urteil von einem eilig zusammengetriebenen Straßenmob hat bestätigen lassen.
    Die sogenannte „Hinrichtung“, in Wahrheit eine Abgrund des menschlichen Sadismus, erfolgt in Form einer öffentlichen Folter-Show, auch als Staats- Terror gegen vermutete Anhänger und mögliche Nachahmer.
    Das alles ist für Jesus nach mehreren Morddrohungen, spätestens aber seit seiner Tempel-Aktion, vorhersehbar. Anstatt in seinem „Frame“ auch nur 1mm einzuknicken, bleibt er ein Mann, der seinen eigenen Weg geht. Er stellt er sich als Alpha schützend vor seine 12 Betas. Die können sich parallel zu seiner Verhaftung schon mal verdünnisieren. Auch im Todeskampf am Kreuz bleibt er seinem Weg treu, diesmal alleine gegen die ganze Welt. Seitdem spiegelt das Kruzifix bis in alle Zukunft die elementaren Übel unserer menschlichen Existenz: Angst, Leiden und Sterben.
    Allerdings mit der 3 Tage später folgenden frohen Botschaft, das diese 3 Furien nicht das letzte Wort über sein Leben hatten, und auch nicht über unsere Existenz haben werden.
    Es ist interessant, was ein eingefleischter Macht-Mensch wie Napoleon Bonaparte in seinen Memoiren
    dazu geschrieben hat:

    https://www.soulsaver.de/blog/napoleon-ueber-jesus/

    2. Immanuel Kant
    War nie verheiratet, hat stattdessen von dem Geld seiner Köngisberger Professoren-Stelle eine Haushälterin beschäftigt. In seinem berühmten Artikel „Was ist Aufklärung“ beschwert er sich über mangelnde Vernunft- Begabung des „schönen Geschlechtes“.
    https://www.youtube.com/watch?v=DJa5Ugb3_6c
    Überhaupt scheint die Libido bei geistiger Beschäftigung entweder abzunehmen, oder wird problematischer. Man denke an den Philosophen Friedrich Nietzsche:
    „wenn du zum Weibe gehst..“
    https://www.youtube.com/watch?v=0ldCHFsd5YM

    3. Isaac Newton
    Wird gerne von den Incels genannt, mit der Behauptung, als männliche Jungfrau gestorben zu sein.
    https://www.huffingtonpost.de/2013/10/10/isaac-newton-jungfrau_n_4078484.html

    Das wären meine Vorschläge.

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